Aspekte der Kommunikations­gestaltung

Kursbeschreibung

Der Kurs „Aspekte der Kommunikationsgestaltung (AdK)“ ermöglicht Studierenden im dritten Semester den ersten Einstieg in eigenständige Projektarbeit. Gemeinsam mit Dipl.-Des. Paul Bičište habe ich das Seminar von 2012 bis zum Wintersemester 2024/2025 konzipiert und geleitet.

Die Studierenden entwickeln crossmediale Kommunikationskonzepte mit Praxispartnern und realisieren Signets, Plakate, begleitende Printprodukte, Websites und Social-Media-Inhalte. Der Fokus liegt auf strategischer Konzeption, interdisziplinärer Zusammenarbeit und Projektmanagement.

Besonderer Wert wird auf einen hohen Praxisbezug und die Einbindung externer Projektpartner und interdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt. Thematisch decken die Projekte ein breites Spektrum ab – von Wissenschafts- und Bildungskommunikation bis hin zu sozialen und politischen Kampagnen.

Schwerpunkte:

  • Entwicklung einer individuellen gestalterischen Haltung
  • Auswahl und Anwendung geeigneter konzeptioneller und technischer Methoden
  • Stärkung der Fähigkeit zur konstruktiven Kritik
  • Visuelle Kontinuität über verschiedene Medien hinweg

Lehrumfang:

  • 56 SWS pro Semester (ca. 3 Zeitstunden/Woche über 14 Wochen)
  • Ø 25 Studierende pro Kurs

Entwicklungsschritte und Innovationen

2024: Neue, zusätzliche Aufgabenstellung als „Schnelleinstieg“: Überarbeitung eines vorhandenen Plakats
2023/2024: KI-generierte Hörbuchversion des Skripts (murf.ai)
2023: Exkursion zu LIVING CONCEPT und ergänzender Workshop zu KI-Tools
2022: Bereitstellung eines Online-Skripts als PDF
2020: Einführung von Miro zur digitalen Kollaboration
2020: Multiple-Choice-Tests mit direktem Feedback (Google Forms)
2019: Umstellung auf Blended Learning (Online-Skript und Distanzlehre über Zoom) aufgrund von COVID-19
2018: Einführung von digitalen Multiple-Choice-Tests (Quiz And Survey Master)
2017: Skript als PDF
2014: Erste Implementierung von Multiple-Choice-Tests
2014: Einbindung der Schreibwerkstatt des Wandelwerks (Zentrum für Qualitätsentwicklung der FH Münster): Begleitung durch Lehrbeauftragte für kreatives Schreiben

Unterrichtsmaterialien

  • Online-Skript: Umfassendes Skript zum Thema Projektmanagement im Design und Konzeption, das als Grundlage für das Seminar diente. Als Website, PDF und Hörbuch.
  • Phasenmodell für AdK: Vorstellung des Phasenmodells, das im Seminar Anwendung fand, mit Fokus auf die drei Konzeptionsphasen: Analyse, Strategie und Kreation.
  • Kommunikationskonzepte präsentieren: Detaillierte Gliederung zur Entwicklung und Präsentation von Kommunikationskonzepten, wie sie im Seminar erarbeitet wurden.

Ergebnisse

Viele Projektarbeiten wurden öffentlich ausgestellt, im Stadtbild sichtbar oder von Auftraggebenden realisiert, dazu Veröffentlichungen in Fach- und Lokalmedien.

Realisierte Kampagnen (Auswahl):

  • Botschafter*innen für Demokratie: Kampagne für die Europawahl 2024 (WS 2023/2024): 
Umsetzung mit EU-Mitteln in mehreren Städten und Hochschulen.
  • Sicher durch Münster (SS 2019): 
Citylight-Kampagne für Rücksichtnahme im Verkehr in Kooperation mit der Verkehrspolizei, dem Ordnungsamt, der Provinzial-Versicherung und weitere Partnern
  • Kampagne „Studierzimmer“ für studentisches Wohnen (WS 2012/2013): 
Zusammenarbeit mit der Stadt Münster, der Uni Münster, der FH Münster, den Studierendenvertretungen sowie der Stiftung Bürger für Münster. Realisiert mit 1.300 Plakaten, Citylights, 25.000 Infoblättern und der Website studierzimmer-muenster.de. In den Folgejahren fortgeführt.

Ausgezeichnete Arbeiten:

  • Europawahlplakate 2014 (WS 2013/2014): 
Drei der ersten vier Preise beim Wettbewerb von Bundesregierung, EU-Kommission und Europaparlament. Bundesweit an allen ICE-Bahnhöfen und den Stationen der Berliner S-Bahn plakatiert.
  • Kurs-Ergebnisse

Stimmen der Studierenden zum Seminarkonzept

Für die Studierenden ist das Seminar – das zeigen die Dokumentationen – eine große Herausforderung: Die Arbeit in ausgelosten und nicht selbst gewählten Gruppen, das nahezu wöchentliche Präsentieren vor dem gesamten Kurs oder den externen Auftraggebern sowie die Vielschichtigkeit und Dynamik des Projektverlaufs, unterscheiden sich deutlich vom direkten „Loslegen“ der ersten Semester. Der Kurs bietet aber auch eine Erfahrung, die weit über das dritte Semester hinaus anhält. So wird der Einstieg in die Projektarbeit der visuellen Kommunikation begreifbar, planbar, geerdet und führt zuverlässig zu vielfältigen Lösungen.

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„Ich kann behaupten, dass der Kurs Aspekte der Kommunikationsgestaltung 80 Prozent des ganzen Semesters für mich ausmachte.“
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„Tatsächlich war das Semester sehr anstrengend. Aber ich finde schon, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat. Ich habe in diesem halben Jahr extrem viel gelernt.“
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„Aus diesem Projekt habe ich viel gelernt; sowohl auf persönlicher als auch auf professioneller Ebene. Ich schließe dieses Semester nicht nur mit zwei Projekten ab, mit denen ich sehr zufrieden bin, sondern ich auch als eine Person ab, die mehr Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten hat.“
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„Es war sehr lehrreich, das Briefing und Rebriefing, den Austausch mit den Auftraggebenden und die intensive Gruppenarbeit mitzuerleben.“
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„Durch die ausgiebige Recherche sind wir auf Lösungsansätze und Konzepte gestoßen, die womöglich sonst nicht hätten zustande kommen können.“
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„Durch das Projekt ist mir bewusst geworden, dass wir als angehende Gestalter*innen nicht allein auf einer visuellen Ebene agieren, sondern vielmehr auf einer kommunikativen Ebene. … Hinter einer erfolgreichen Kampagne steht immer ein durchdachtes und zielgerichtetes Konzept.“
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„Die vielleicht sogar wichtigste Erfahrung war das Arbeiten mit Botschaften. Die Festlegung sowie das fortdauernde Berufen auf diese hat bei der gesamten Projektstrukturierung geholfen und eine gute Basis für das gestalterische Arbeiten gegeben.“
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„Im Gesamtblick habe ich dieses Semester viel über die Zusammenarbeit mit realen Auftraggebenden und ‚Agenturkolleg*innen‘ gelernt; wie man seine Vorstellungen umsetzt und auch verdeutlichen muss, wie manche Ideen nicht zielführend sind.“
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„Es war sehr spannend, die verschiedenen Projektphasen zu durchlaufen und eine Kampagne quasi von null an zu planen.“
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„Zu Beginn des Semesters hatten wir eine Unterrichtseinheit bei Herrn Maser, die als einen Teilaspekt die Frage beleuchtete, was ein Projekt ausmacht. Jetzt, da dieses Semester fast zu einem Ende gekommen ist, verstehe ich endlich die Bedeutung dieser Anfangslektion und ihre weitreichenden Konsequenzen. Wie Herr Bičište in vielen Bereichen betonte, genügt es oft nicht, sich theoretisches Wissen anzueignen – man muss Erfahrungen erlebt haben, um verstehen zu können.“
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„Am Ende des Semesters steht ein zufriedenes Team mit einer gut entwickelten und umgesetzten Kampagne. Der Weg zu den Plakaten, Folder, Website und Stickern war nicht immer unkompliziert. Aber nur so lernt man aus Schwierigkeiten und kann sich weiterentwickeln und das Beste daraus ziehen.“
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