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KI-Newsroom – Buzzword or Gamechanger?

PR-Impuls mit Dr. Marco Olavarria

Vier Silos, die sinnbildlich für den Zustand der Unternehmenskommunikation stehen
Weil’s gerade alle machen: Bild mit ChatGPT erstellt – einfach auf Basis dieses Texts …

Weites Land, viele Silos … und dazwischen? Das Bild steht exemplarisch für die Realität in vielen Unternehmen und Agenturen: Social Media, Website, Marketing, interne Kommunikation, HR – alles läuft nebeneinander her. Keine Verbindung, wenig Effizienz. Viel Inhalt, viele Kanäle, aber wenig Abstimmung. Ein einzelner Post durchläuft fünf Schleifen – während andere angeblich längst KI-Agenten einsetzen? Wie findet man da Orientierung?

Ein Denkmodell, das ich dabei sehr hilfreich finde: der Corporate Newsroom. Kein Raum, sondern eine Arbeitsweise – themenbasiert, kollaborativ, strategisch ausgerichtet. Vielleicht genau das, was wir brauchen, um der wachsenden Komplexität zu begegnen.

Ein PR-Impuls der Convento GmbH mit Dr. Marco Olavarria versprach neue Perspektiven zum „Newsroom mit KI“.

Der Newsroom-Ansatz ist an sich nicht neu, aber aktueller denn je. Der Kern: Kommunikation nicht mehr von Kanälen, sondern von Themen her denken. Nicht nur für PR-Arbeit und Kommunikationsabteilungen, auch für Agenturen ist das spannend – denn es verändert Arbeitsprozesse grundlegend.

Der Wechsel von Kanal- zu Themenlogik ist ein echter Change-Prozess. Er verlangt neue Strukturen, Denkweisen und Zusammenarbeit. Das Ziel: Inhalte strategisch planen, zielgruppengerecht aufbereiten und effizient ausspielen. Doch die Umsetzung scheitert oft an fehlenden Ressourcen, Tools, zu vielen Parallelprojekten oder an eingefahrenen Routinen.

Genau hier setzt KI an. Dr. Olavarria zeigte: KI kann mehr als Content generieren. Sie kann Prozesse gestalten – von der Themenfindung über die Briefingerstellung bis zur modularen Content-Verbreitung oder automatisierten Personalisierung und Auswertung.

Spannend ist sein Ausblick auf vernetzte KI-Agenten, die Aufgaben autonom übernehmen, miteinander kommunizieren und wie virtuelle Teammitglieder agieren. Sie analysieren Zielgruppen, personalisieren Inhalte und messen Kampagnenerfolge – ohne menschliches Zutun.

Kommunikation bleibt dennoch ein kreativer, menschlicher Prozess. Denn KI liefert keine Haltung, keine Idee – aber sie kann entlasten, Tempo herausnehmen und Überblick schaffen.

Die wahre Chance liegt im Perspektivwechsel: weg vom Kanaldenken, hin zur themenzentrierten Kommunikation. Das hilft, Komplexität zu sortieren und Kommunikation wieder am Menschen auszurichten. Wer beginnt, Kommunikation thematisch zu denken, wird merken, wie viel Klarheit plötzlich möglich ist. Und wie KI dabei helfen kann.

Für viele mag das nach einem radikalen Schritt klingen. Doch es geht nicht um Perfektion – sondern ums Losgehen. Wir müssen nicht alles neu machen – aber wir dürfen anfangen, neu zu denken.